Staatliche Förderung für Startups verbessert

Die Gründung eines Unternehmens ist ein sehr einschneidender Schritt – für den Existenzgründer besonders auch in finanzieller Hinsicht. Die Finanzierung der zukünftigen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeit stellt für die Meisten das größte Hemmnis auf dem Weg zu einer selbständigen Arbeit dar. Der Finanzbedarf hängt von vielen Faktoren ab. Neben den für die Erzeugung der Dienstleistung oder die Produktion der Produkte notwendigen Kosten über die Ausgaben für Vertriebskanäle und Werbung bis hin zu den internen Kosten für Mitarbeiter, Gewerberäume, Strom, Internet und Telefon. Und die eigenen Bedürfnisse des Jung-Unternehmers dürfen ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden.

Finanzquellen für Startup-Unternehmen

Die Finanzierung ist dadurch quasi das Rückgrat jeder Unternehmensgründung – oder volkstümlich gesprochen: „Ohne Moos nix los!“. Gerade in diesem Bereich steht der Staat in der Pflicht, der steigende Steuereinnahmen und bessere Wirtschaftsdaten erreichen will. Dazu sind Investitionen notwendig! Dies geschieht seit Jahrzehnten über das Instrument der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Doch schon in den letzten Jahren zeichnete sich ab, dass die finanzielle Förderung über die KfW nur unzureichend auf die veränderten Anforderungen verschiedener Startup-Typen reagieren kann. Allzu oft stößt die Kreditvergabe an die selbstverordneten Grenzen. Dem will die Bundesregierung im kommenden Jahr abhelfen. KfW und die Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen wollen die Startup-Förderung einer eigenständigen Tochtergesellschaft übergeben.



Gute Ziele - weiter Weg zur Realisierung

Der Nutzen für den Unternehmensgründer liegt darin, dass er in der Wachstumsphase nach der Gründung derzeit nur sehr wenige Möglichkeiten für den Erhalt von Wagniskapital hat. Die KfW unterstützt zwar die Gründung, im weiteren Verlauf sind aber keine Förderungen vorgesehen. Die in den USA sehr starken Wagnis-Investoren sind hierzulande nur in sehr begrenztem Maße tätig – Venture Capital Fonds und Venture Dept Fonds machen gerade mal 20 Prozent der Finanzierungsleistungen in diesem Zeitraum aus – in den USA liegt dieser Wert zwischen 70 und 80 Prozent. Eben diese Lücke will die neue Beteiligungsgesellschaft schließen.

Geld wäre anscheinend da – das Bundeswirtschaftsministerium hat ein zehnjähriges Gesamtbudget von 2 Milliarden Euro ins Auge gefasst. Doch die ganz große Freude bei den Startups kann noch nicht recht aufkommen. Es sind noch verschiedene rechtliche Hürden zu nehmen, insbesondere die Zustimmung des Verwaltungsrates der KfW und mögliche Vetos aus den betroffenen Bundesministerien. Wir behalten die Entwicklungen für Sie im Auge.

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