Mietminderung – die häufigsten Gründe!

Wohnungsmietverträge klingen immer ganz einfach: der Mieter zahlt die Miete, der Vermieter stellt den Wohnraum zur Verfügung. Doch was passiert, wenn die Wohnung einen Mangel hat oder einen solchen im Verlaufe der Mietzeit bekommt? Dem Mieter steht das Recht auf Minderung von Gesetzes wegen zu,  gemäß § 536 BGB. Danach darf der Mieter die Mietzahlung um einen prozentualen oder einen absoluten Wert kürzen, wenn der Vermieter den Mangel an der Mietsache kennt und ihn trotz Anzeige nicht beseitigt hat. Die Verminderung ist der Gegenwert für den entgangenen Wert der Mietsache für den Mieter.

Mietmangel-Schimmel

Der Mietmangel, als Grund für die Minderungseinrede, muss wesentlich sein, also die Wohnqualität beeinträchtigen. Ein Riss in der Wandfarbe reicht hier nicht. In Einzelfällen könnten Risse jedoch auf Statikprobleme hinweisen und damit bei entsprechendem Umfang wiederum doch mietmindernd wirken. Ein Ausfall des Warmwasserboilers im Winter hingegen schränkt die Wohnqualität erheblich ein, weil dem Mieter kein Warmwasser zur Verfügung steht. Eine Mietminderung wäre hier sinnvoll eingesetzt.

Der Minderungszeitraum ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, denn entscheidend für das grundsätzliche Ende ist die Beseitigung des Mangels durch den Vermieter. Im Anschluss an die Beseitigung wird dann wieder die volle Miete zahlbar. Entscheidend für die Mietminderung ist also ein Mangel – wir haben die häufigsten Mängel für Sie zusammengestellt.

Im Allgemeinen gibt es keinen abschließenden Katalog für Mietmängel. Was ein gerechtfertigter Mangel ist und was nicht, haben die Gerichte in den letzten Jahrzehnten unterschiedlich entschieden. Dabei haben sich aber Themenbereiche ergeben, die eine Minderung im Einzelfall nahelegen. 

  • Heizungsausfall
  • Mindere Heizleistung
  • Schimmel
  • Lärm
  • Wasserschäden
  • Bautechnische Mängel (Spalten im Mauerwerk, verzogene Türen)

Hinzu kommen viele Fälle, in denen der Vermieter dem Mieter bei Unterschrift unter den Mietvertrag bestimmte Funktionen versprochen hat, die seit dem Einzug aber nicht gewährleistet wurden, wie etwa Einbauküche, Balkon oder Gartenzugang. Hier sind Minderungen von 5 bis 25 Prozent möglich, wenn die Wohnqualität entsprechend eingeschränkt wird.

Mietmangel-Heizung

Heizungsausfall – ein häufiger Mangel

Die angemessene Wärme im eigenen Zuhause ist eine erhebliche Voraussetzung für die komfortable Wohnnutzung, der Ausfall einer Heizung im Winter kann sogar die Nutzung vollständig ausschließen. Ohne Heizung kein normales Wohnen, und damit ist qualitativ eine Nutzung quasi unmöglich. Die Minderungsmöglichkeiten sind enorm, bis zu 100 Prozent sind theoretisch denkbar. Dabei hat die Beschreibung des Mangels und seiner konkreten Auswirkungen sehr exakt und detailreich zu erfolgen und sollte für eine Maximalminderung auch eklatant sein. Die Höhe ist grundsätzlich abhängig vom Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur und der reellen Anwesenheitsdauer in der Wohnung, es spielen aber noch einige weitere Umstände mit hinein.

LAW APOYNT-TIPP: Beschreiben Sie nicht den Mangel ausführlich, sondern vielmehr die Auswirkungen auf Ihre normalen Lebensgewohnheiten!

Verringerte Heizleistung

Quasi die kleine Schwester des Ausfalls der Heizung ist deren mindere Leistung. Kann die am Thermostat eingestellte Temperatur nicht erreicht oder gehalten werden, ist auch dies in der Regel ein Mangel. Naturgemäß ist dieser Mangel nicht ganz so gravierend wie der Totalausfall – aber Sie können auch hier mindern, es sei denn der Mangel ist unerheblich.

Eine wichtige Sache muss jedoch insgesamt beim Thema Heizung beachtet werden. Gerade in den Übergangszeiten von Frühling und Herbst darf ein Heizkörper kalt bleiben. Dies liegt dann zumeist an der schon hohen Außentemperatur, die der Heizungsfühler feststellt – obschon Sie in der Wohnung gern ein molliges Raumklima bevorzugen. Hier empfehlen wir, erst einmal das Gespräch mit der Hausverwaltung oder dem Vermieter zu suchen. Vielleicht sind Einstellungen an der Heizung nur leicht zu modifizieren, damit dieser unbehagliche Zustand abgeändert würde.

Schimmel – eine Mieter-Vermieter-Streitangelegenheit

Sehr häufig wird Schimmelbefall als Mietminderungsgrund angegeben. Schimmel an den Wänden ist höchst lästig. Dabei sind verschiedene Arten von Schimmel innerhalb der Wohnung möglich. Sowohl dies als auch die Möglichkeiten der aktiven Verhinderung von Schimmel durch konstantes Heizen, häufiges Stoßlüften oder die Demontage von Wandelementen können dem Mieter zuzumuten sein. Dabei sind aber auch die sonstigen Lebensumstände zu berücksichtigen – ein Vollzeitarbeiter kann nicht alle drei Stunden zu Hause lüften. Je nach Bewohnbarkeit und der potentiellen Gesundheitsgefährdung sind Mietminderungen von 5 bis hin zu 100% möglich.

LAW APOYNT-TIPP: Schimmel ist oft ein 50-50 Problem beim Verschulden. Dokumentieren Sie Ihre Maßnahmen zur Verhinderung, um dann im Falle eines Widerspruchs gegen die Minderung entsprechende Nachweise zu haben.

Wasser – Fehlen oder Zuviel – beides Mietmangelgrund

Die Versorgung einer Wohnung mit Kaltwasser ist ein essentieller Teil eines üblichen Mietvertrages – Ausnahme: es wurde explizit im Mietvertrag verhandelt und geregelt. Ansonsten ist der Wasserausfall ein Komplettminderungsgrund. Zeitweiliges Fehlen der Wasserversorgung aus wichtigem Grund, z.B. Beseitigung eines Wasserrohrbruches, Reparaturarbeiten an hausinternen Leitungen o.ä., haben Sie als Mieter dagegen hinzunehmen. Die Dauer des Ausfalls muss jedoch im Rahmen bleiben.

Warmwasser fehlt – hier entscheidet die Dauer

Fehlt dagegen „nur“ das warme Wasser, wird die Mietqualität teilweise beeinflusst, aber auch hier muss eine gewisse Ausfalldauer vorliegen, um mindern zu können. Die Minderungshöhe beträgt bis zu 50 Prozent. Dabei ist es abhängig davon, welche persönlichen Umstände mit hineinspielen, etwa die Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern oder gesundheitliche Befindlichkeiten.

Mietmangel-Wasser

Wasserschäden an eigenen Sachen – Minderungsgrund!

Sollte dagegen zu viel Wasser in Ihrer Wohnung sein, wäre dies auch ein Minderungsgrund. Dabei spielt der Grund erst einmal keine Rolle, also egal ob die Badewanne des Nachbarn überläuft oder ein Heizungsrohr in der Decke geplatzt ist. Entscheidend ist hier die Beeinflussung der Mietsache dergestalt, dass der Zustand nicht durch bloße Schönheitsreparaturen wieder hergestellt werden kann. Sind sogar Ihr persönlichen Gegenstände beschädigt und/oder Teile der Wohnung unbewohnbar, ist das ein sehr triftiger Mietminderungsgrund. Die gerechtfertigte Höhe wiederum ist schwer zu beziffern, da Sie stark von den Beeinträchtigungen durch die Wasserschäden abhängt. 

LAW APOYNT-TIPP: Schnellstmöglich den Ausfall anzeigen – nicht meckern, sondern melden! Das erhöht den Druck auf den Vermieter und erleichtert Ihr weiteres Vorgehen in puncto Minderung.

Lärm – im Haus und von draußen kann mietmindernd wirken

Gerade in der Stadt ist Lärm ein wichtiges Thema in Bezug auf die Mietqualität. Die Gerichte haben aber bisher eher streng auf diesen Mietminderungsgrund reagiert. Lärmende Nachbarn oder tollende Kinder sind zu tolerieren. In Einzelfällen wurde aber eine Verpflichtung zur Einhaltung von Ruhezeiten erkannt. Obwohl in den wenigsten Fällen der Vermieter selbst anhaltenden Lärm verursacht, kann dieser den Mieter unter Umständen zu einer Mietminderung berechtigen. Da vor allem Baulärm sehr belastend sein kann, sprechen hier die Gerichte teilweise bis zu 25% Minderung zu. Durch die Voraussehbarkeit und zeitlich eingeschränkte Belastung jedoch ist eine gute Beweisführung seitens des Mieters vonnöten. Lärm durch Kinder hingegen ist kein Minderungsgrund und muss hingenommen werden.

LAW APOYNT-TIPP: Bei dauerhafter Lärmbelastung messen Sie mit einem Lärmmessgerät zu den entsprechenden Uhrzeiten den Lärmpegel und dokumentieren Sie diese Messungen exakt.

Durchsetzung einer Mietminderung

Wie kann eine Mietminderung durchgesetzt werden? Zuerst bedarf es einer Anzeige des Mangels gegenüber dem Vermieter. Dabei ist auf Formvorschriften im Mietvertrag zu achten – am besten immer per Einschreiben den Mangel schriftlich anzeigen. Wichtig dabei ist es, dem Vermieter für die Behebung des Mangels eine sinnvolle und angemessene Frist einzuräumen. Nach Ablauf dieser Frist zur Mängelbeseitigung kann der Mieter die Wohnungsmiete kürzen, um dem Vermieter Druck zu machen, die Beseitigung in die Wege zu leiten.

Es gibt jedoch verschiedene Punkte, die es zu beachten gilt. Haben Sie den Mangel beim Einzug schon gekannt und akzeptiert, entfällt eine Minderungsmöglichkeit. Dies gilt schon beim bloßen Bezug der Wohnung, einer eindeutigen Erklärung durch den Mieter bedarf es dann nicht mehr (Ausnahme: Der Vermieter hat sich zur Beseitigung nach dem Einzug verpflichtet.). Im Ergebnis stehen Sie nur mit einer professionellen Beratung auf der sicheren Seite – wir bieten eine Prüfung Ihres Einzelfalls anhand des Mietvertrages und der Mangelbeschreibung.

LAW APOYNT-TIPP: Weitere nützliche Informationen erhalten Sie auch auf www.mietrecht.com

Mietminderungstabelle

Über 200 Entscheidungen zur Mietminderung – letzte Aktualisierung der Mietminderungstabelle: 18. Januar 2016 – alle Angaben ohne Gewähr

Höhe

Grund der Mietminderung

Gericht

Fundstelle

100%

Erhebliche Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilzsporen

AG Berlin-Charlottenburg

GE 2007, 1387

100%

Wohnung in unbewohnbarem Zustand

LG Wiesbaden

WuM 1980, 17

100%

vertraglich zugesicherte Einbauküche bei Einzug nicht vorhanden

LG Itzehoe

Az.: 1 S 397/96

100%

Vermieter verweigert Lebensgefährten des Mieters Zugang zur Wohnung

LG Gießen

NJW-RR 2001, 8

100%

vollständiger Heizungsausfall in den Monaten September bis Februar

LG Berlin

WuM 1993, 185

100%

Wohnung bereits von zwei weiteren Personen belegt

LG Berlin

GE 1993, 479

100%

Rattenbefall sowie ständige Durchfeuchtung der Wände

AG Potsdam

WuM 1995, 534

100%

Raumlauft belastet mit PCP, Lindan und Dichlorfluanid

AG Mainz

DWW 1996, 216

100%

Unbewohnbarkeit wegen Hochwasser

AG Friedberg

WuM 1995, 393

100%

vollständiger Ausfall der Elektrizitätsversorgung

AG Berlin-Neukölln

MM 1988, 31

100%

kompletter Ausfall der Elektrik für Warmwasser, Beleuchtung, Küche und sonstiges

AG Berlin-Neukölln

MM 1988, 151

90%

Erheblicher Gestand für die Dauer von einem Monat aufgrund eines Einsatzes des Lösungsmittels Ceretec 14 bei einer vom Vermieter durchgeführten Renovierung

AG Berlin-Schöneberg

MM 1996, 38

80%

Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer erheblich durchfeuchtet und von Schimmelpilz befallen

LG Berlin

GE 1991, 625

80%

Nässeschaden am Teppichboden aufgrund starken Regens einhergehend mit erheblichem Gestank für zwei bis drei Wochen

AG Friedberg

WuM 1984, 198

80%

Rattenbefall einer Wohnung (Erdgeschoss) / Schädlingsbekämpfung mit Ködern und Spurenstaub über zwei Wochen

AG Dülmen

Az.: 3 C 128/12

75%

Schimmelbefall in sämtlichen Zimmern einer Neubauwohnung bei Erstbezug

LG Köln

Az.: 9 S 25/00

75%

Ausfall der Heizung im Winter

LG Berlin

ZMR 1992, 302

70%

Ausfall Heizungsanlage in von Anfang Oktober bis Anfang Dezember

AG Charlottenburg

Az.: 216 C 7/13

60%

erhebliche Bauarbeiten im Dachgeschoss des Hauses

AG Hamburg

WuM 1987, 272

50%

Lärmbelästigung durch Bauarbeiten am Nachbarhaus

OLG Hamm

ZMR 1983, 273

50%

Formaldehyd in gesundheitsgefährdender Konzentration

LG München I

NJW-RR 1991, 975

50%

Behördliche Androhung einer Zwangsräumung wegen fehlender Baugenehmigung

LG Mönchengladbach

ZMR 1992, 30

50%

Heizungsausfall in den Wintermonaten

LG Kassel

WuM 1987, 271

50%

Schimmelbefall im Wohnzimmer

LG Hamburg

ZMR 2008, 456

50%

Asbest-Belastung durch Nachtspeicheröfen

LG Dortmund

ZMR 1994, 410

50%

Nutzungsbeinträchtigung durch Feuchtigkeit in den Wänden

LG Berlin

GE 1991, 573

50%

Heizungsausfall für einen längeren Zeitraum in den Wintermonaten

LG Berlin

GE 1991, 351

50%

Umfangreiche Bauarbeiten und Sanierungsarbeiten

AG Weißwasser

WuM 1994, 601

50%

Feuchtigkeitsentwicklung, da alle Fenster der Wohnung undicht sind

AG Leverkusen

WuM 1981, U9

50%

Tropfwasser an der Decke sowie erhebliche Durchnässung des Teppichbodens aufgrund weiterer Feuchtigkeit

AG Leverkusen

WuM 1980, 163

50%

Lärmbelästigung durch laute Musik der Nachbarn

AG Braunschweig

WuM 1990, 147

50%

laute Musik zur Nachtzeit

AG Brandenburg

WuM 1990, 147

50%

Lärmbelästigung durch eine Gaststätte bis weit in die Nacht hinein

AG Berlin-Schöneberg

MM 1995, 28

40%

Gesundheitsgefährdung durch Vorhandensein starker Feuchtigkeit in der Wohnung

LG Saarbrücken

WuM 1982, 187

38%

Abwasserstau aufgrund dessen schlecht riechendes Wasser aus Toilette und Badewanne austritt

AG Groß Gerau

WuM 1980, 128

37%

erhebliche Lärmbelästigung bis nach Mitternacht durch eine Gaststätte

AG Rheine

WuM 1985, 260

35%

erhebliche Lärmbelästigung durch Nachbarn

AG Chemnitz

WuM 1994, 68

33%

Alleinige Duschmöglichkeit oder Bademöglichkeit nicht funktionsfähig

AG Köln

WuM 1998, 690

33%

erheblicher Geruchsbelästigung durch Tierhaltung (Frettchen) eines anderen Mieters im Haus

AG Köln

WuM 1989, 234

30%

Heizung liefert lediglich eine Durchschnittstemperatur von 15°C im Wohnzimmer

LG Düsseldorf

WuM 1973, 187

30%

Terasse nicht benutzbar im Neubau

AG Potsdam

WuM 1996, 760

30%

Lärmbelästigung aufgrund Ausbau des Dachstuhls

AG Osnabrück

WuM 1996, 754

30%

Nächtliche Lärmbelästigung aufgrund einer Diskothek (Schallpegel von mehr als 86 dB)

AG Köln

WuM 1978, 173

30%

Bordell im Haus

AG Charlottenburg

MM 1988, 367

30%

Wohnzimmer unbenutzbar, da durch einen Wasserschaden einsturzgefährdet

AG Bochum

WuM 1979, 74

30%

Schimmelbildung in Bad und Schlafzimmer

AG Siegburg

ZMR 2005, 543

30%

nächtliche Bauarbeiten

AG Berlin-Mitte

MM 2007, 183

25%

Taubenhaltung Dritter

AG Dortmund

WuM 1980, 6

25%

Fehlen der Innentüren der Wohnung

AG Hamburg-Altona

ZMR 2008, 298

25%

Fensterfront und Teil der Decke durchfeuchtet

VG Berlin

GE 84, 183

25%

leichte Schimmelbildung und Feuchtigkeit in der Küche

VG Berlin

GE 83, 767

25%

Feuchtigkeitsschäden in einer Wohnung mit Thermotapeten

LG Aachen

WuM 1991, 89

25%

Ausfall der Heizung für die Dauer von 20 Tagen im Monat

AG Waldbröl

WuM 1980, 206

25%

Wasserschaden an der Decke des Wohnzimmer

AG Osnabrück

NJW-RR 1995, 971

25%

Bedrohung des Mieters durch Nachbarn einhergehend mit Lärmbelästigung

AG Köln

WuM 1980, 17

25%

20-tägiger Ausfall der Heizung im Oktober bei 9,5 ºC Außentemperatur

AG Hamburg

WuM 1973, 210

25%

erheblicher Baulärm in einem Neubaugebiet

AG Darmstadt

WuM 1984, 245

25%

Lediglich 15 ºC Raumtemperatur

AG Berlin-Neukölln

Az.: 10 C 557/84

25%

Überschreitung der Formaldehyd Grenzwerte

AG Bad Säckingen

WuM 1996, 14

25%

Wasserschäden an der Decke des Wohnzimmers sowie zum Teil an den Wänden

AG Aachen

WuM 1974, 44

25%

Mottenbefall / Ungeziefer in der Wohnung

AG Bremen

Az.: 25 C 118/01

22%

erhebliche Bauarbeiten am und im Haus für die Dauer eines halben Jahres

LG Hannover

WuM 1986, 311

20%

fehlende Heizung in der Küche

VG Berlin

GE 83, 767

20%

Fehlen einer vertraglich geschuldeten Einbauküche

LG Dresden

WuM 2001, 336

20%

Befall des Wohnung mit Feuchtigkeit und Schimmelpilz

LG Osnabrück

WuM 1989, 370

20%

Nutzungsverbot von Waschküche, Trockenraum und Garten ausgesprochen

LG Köln

WuM 2003, 670

20%

erhebliche Zugluft wegen undichter Türen und Fenster

LG Kassel

WuM 1988, 108

20%

Feuchtigkeit dasämtliche Fenster undicht, Wand der Küche teilweise schwarz verfärbt

LG Hannover

ZMR 1979, 47

20%

Heizung im Schlafzimmer wegen Wasserrohrbruch unbenutzbar

LG Hannover

WuM 1980, 130

20%

Staub, Abgase und Lärm aufgrund einer Baustelle in unmittelbarer Nachbarschaft

LG Göttingen

NJW 1986, 1112

20%

Belästigung durch häufiges und lautes Feiern der Mitmieter

LG Dortmund

DWW 1988, 283

20%

Ausfall der Wasserversorgung

LG Berlin

MM 2002, 427

20%

Fogging

LG Berlin

GE 2003, 1019

20%

Bordell in der Nachbarschaft

AG Wiesbaden

WuM 1998, 315

20%

Hundekot im Treppenhaus

AG Münster

WuM 1995, 534

20%

Lärmbelästigung aufgrund Live-Musik

AG Köln

WuM 1990, 291

20%

erhebliche Feuchtigkeit in der Wohnung

AG Köln

WuM 1974, 241

20%

Lärmbelästigung durch Waschsalon im Haus

AG Köln

WuM 1983, 126

20%

16 bis 18 ºC Raumtemperatur

AG Köln

WuM 1978, 189

20%

Schäden aufgrund Feuchtigkeit in Wohnzimmer und Schlafzimmer

AG Köln

WuM 1974, 241

20%

Mangelnder Schallschutz

AG Gelsenkirchen

WuM 1978, 66

20%

Badewanne nicht benutzbar

AG Goslar

WuM 1974, 53

20%

Ruhestörung aus einer Tanzschule nach 22:00 Uhr

AG Köln

WuM 1988, 56

20%

Klavierspiel des Nachbarn im Umfang von zwei Stunden pro Tag

AG Düsseldorf

DWW 1988, 357

20%

Belästigung durch Geruch und Lärm aufgrund einer Imbissbude in der Nachbarschaft

AG Braunschweig

WuM 1981, U16

20%

Ausfall der Heizung im Oktober

AG Berlin-Spandau

Az.: 3 C 209/81

20%

In die Toilette fließen Abwässer aus der darüber liegenden Wohnung

AG Berlin-Neukölln

Az.: 8 C 473/81

20%

Ausfall des Fahrstuhls für 16 Tage

AG Berlin-Mitte

MM 2007, 227

20%

Unter 20 ºC Raumtemperatur, Betrieb der Heizung nur zwischen 8.30 Uhr und 20.00 Uhr

AG Bad Segeberg

WuM 1977, 227

20%

Erhebliche Belästigung durch Schmutz und Lärm von Touristen über einen längeren Zeitraum

BGH

Az.: VIII ZR 155/11

17%

Lärmbelästigung aufgrund des Müllschluckers

LG Dresden

WuM 1971, 96

17%

Zentralheizung verursacht Klopfgeräusche

LG Darmstadt

WuM 1980, 52

16%

Dusche nicht funktionsfähig

AG Köln

WuM 1987, 271

15-20%

Lärmbelästigung aufgrund eines Kindergartens

AG Hamburg

WuM 1975, 209

15%

Stolpergefahr durch Teppichboden

OLG Celle

ZMR 1995, 204

15%

Lärmbelästigung aufgrund Straßenbauarbeiten

LG Siegen

WuM 1990, 17

15%

Wohnungstür nicht vorhanden

LG Düsseldorf

WuM 1973, 187

15%

unzureichende Toilettenspülung

AG Münster

WuM 1993, 124

15%

Ausfall des Warmwasserboilers im Badezimmer

AG München

NJW-RR 1991, 845

15%

Betriebsausfall des Fahrstuhls in einem Mehrfamilienhaus

AG Berlin-Mitte

MM 2007, 227

15%

Geruchsbelästigung im Bad durch Pizzeria im Nachbarhaus

AG Köln

WuM 1990, 338

15%

Schlechte Heizleistungen

AG Köln

WuM 1975, 69

15%

Einrüstung des Hauses mit Gerüst und Planen

AG Hamburg

WuM 1996, 30

15%

Aluminiumfenster sind luftdicht und isolieren nicht ausreichend, weshalb der Mieter mehr heizen und öfter lüften muss

AG Emden

NJW-RR 1989, 23

15%

Balkon nicht benutzbar

AG Bonn

WuM 1986, 212

15%

Lernbelästigung aufgrund von Musik aus einer Gaststätte (sechsmal monatlich bis etwa 3.00 Uhr morgens)

AG Bonn

WuM 1990, 497

15%

Unbenutzbarkeit des Balkons aufgrund Anlockens von streunenden Katzen durch Nachbarn

AG Bonn

NJW 1986, 1114

15%

erheblicher Befall der Wohnung mit Silberfischen

AG Berlin-Tiergarten

MM 1990, 233

15%

Überschreitung des Eisen-Anteils im Trinkwasser

AG Bad Segeberg

WuM 1998, 280

15%

Lärmbelästigung durch lautes Garagentor (Überschreitung der DIN 4109)

LG Hamburg

Az.: 333 S 65/08

13%

17 bis 18 °C Raumtemperatur

AG Berlin-Schöneberg

MM 1981, 51

12%

Klopfgeräusche durch Heizung verursachte

LG Münster

WuM 2000, 691

10%

Feuchtigkeitsschaden im Schlafzimmer

LG Osnabrück

Az.: 1 S 523/82

10%

Fleck der Größe 70×80 cm aufgrund Feuchtigkeit im Badezimmer

LG München

Az.: 14 S 1387/83

10%

Lärmbelästigung durch Baustelle in der Nachbarschaft

LG Köln

WuM 2004, 234

10%

Erheblichen Belästigung aufgrund Flugzeuglärms bei ungenügender Isolierverglasung

LG Kiel

WuM 1979, 128

10%

Knackgeräusche der Heizung

LG Hannover

WuM 1994, 463

10%

Wegfall des Aussicht durch Bau einer 5,5 m hohe Mauer in 7,5 m Entfernung auf einem Nachbargrundstück

LG Hamburg

WuM 1991, 90

10%

Lärm durch Garagentore

LG Berlin

MM 1986 Nr. 7 S. 38

10%

Befall der Wohnung mit Schaben

LG Berlin

GE 1998, 681

10%

Ausfall der Wasserversorgung aufgrund eingefrorener Wasserleitung

LG Berlin

GE 1996, 471

10%

abendliche Lärmbelästigung durch Einwurf von Flaschen in Altglascontainer

LG Berlin

GE 1985, 427

10%

Wohnung von Feuchtigkeit betroffen

KG Erfurt

RAnB 1993,9

10%

verfaulte Fenster im Schlafzimmer

AG Wuppertal

DWW 1988, 89

10%

Lärmbelästigung durch Aufzug

AG Wiesbaden

WuM 2006, 219

10%

Ungeziefer wie Mäuse und Kakerlaken in der Wohnung

AG Rendsburg

WuM 1989, 284

10%

unzureichende Leistung der Heizung

AG Rendsburg

WuM 1975, 122

10%

Feuchtigkeitsschaden im Wohnzimmer

AG Ravensburg

WuM 1976, 9

10%

Die Norm übersteigende Nitratkonzentration im Trinkwasser

AG Osnabrück

NJW-RR 1987, 971

10%

Abendliche Lärmbelästigung durch Kinder nach 20 Uhr

AG Neuß

WuM 1988, 264

10%

Teilweiser Ausfall Versorgung mit Warmwasser

AG Münster

WuM 1981, U22

10%

Fenster sind aufgrund schlechten Zustands luftdurchlässig und schwer verschließbar

AG Münster

WuM 1982, 254

10%

undichte Fenster und undichte Haustür

AG München

Az.: 25 C 9566/84

10%

hellhörige Räume in der Wohnung

AG Lüdinghausen

WuM 1980, 52

10%

Fleck der Größe 70×80 cm aufgrund Feuchtigkeit nebst Abläsung des Anstrichs und der Bildung von Wasserrändern

AG Lahnstein

WuM 1977, 227

10%

Nutzungsentzug Kellerraum

AG Köln

WuM 1981, U19

10%

Wohnung verfügt über keine hinreichende Schallisolierung

AG Köln

Az.: 220 C 215/99

10%

Der vertraglich zugesicherte PKW-Stellplatz ist nicht benutzbar

AG Köln

Az.: 213 C 295/86

10%

Feuchtigkeit in der Küche

AG Hannover

Az.: 415 C 1021/82

10%

Lärmbelästigung wegen Straßenbauarbeiten

AG Hagen

DWW 2003, 204

10%

rostiges Wasser aufgrund schlechter Wasserleitungen im Haus

AG Dortmund

WuM 1990, 425

10%

Ausfall des Aufzugs im 4. Stock

AG Charlottenburg

GE 1990, 423

10%

Nutzungsentziehung des zugesicherten Wasch- und Trockenraums

AG Brühl

Az.: 2 C 38/73

10%

ungünstige Wärmeverteilung durch falsch platzierten Heizkörper (an der Wand statt unter dem Fenster)

AG Bremerhaven

WuM 1992, 601

10%

Bordell im Haus in der Großstadt bei geringfügiger Belästigungen

AG Berlin-Schöneberg

MM 1996, 38

10%

schlechter Fernsehempfang

AG Berlin-Schöneberg

GE 88, 361

10%

Lärmbelästigung durch Einwerfen von Flaschen in Sammelcontainer

AG Rudolfstadt

WuM 2000, 19

10%

Kaltwasservorlauf länger als 10 Sekunden. Bei Entnahme von Warmwasser dürfen maximal 5 Liter Wasser verloren gehen.

AG Berlin-Köpenick

Az.: 12 C 214/00

10%

Bedrohung und Beleidigung des Mieters durch den Hausmeister

AG Berlin-Neukölln

MM 1986, Nr. 12, 30

10%

Fenster sind nicht verschließbar

AG Bergisch Gladbach

WuM 1980, 17

10%

Lagerung von Baumaterial auf dem Wohngrundstück

AG Bad Segeberg

WuM 1992, 477

10%

Lärmbelästigung durch eine Kinderarztpraxis

AG Bad Schwartau

WuM 1976, 259

10%

Feuchtigkeit im Keller

AG Bad Bramstedt

WuM 1990, 71

8%

Decke eines Zimmers durchnässt

LG Hamburg

Az.: 11 S 86/71

8%

Verkehrslärm nach Öffnung einer Sackgasse

AG Berlin-Köpenick

Az.: 3 C 262/05

7,50%

Lärmbelästigung durch erhöhten Verkehrsaufkommen, wenn Fenster nicht ausreichend gegen Schall isoliert

AG Berlin-Köpenick

Az.: 4 C 116/10

7,50%

Ausfall von Warmwasser zwischen 22 Uhr und 7 Uhr

AG Köln

WuM 1996, 701

7,50%

Ausfall im Oktober

AG Bremen

WuM 1987, 383

7%

Verkalkte Duschwand und Gerüche im Badezimmer

LG Berlin

WuM 2004, 234

7%

Lärmbelästigung aufgrund eines Waschsalons im Haus

AG Hamburg

WuM 1976, 151

7%

Geruchsbelästigung aufgrund Essensgeruch

AG Berlin-Tiergarten

MM 1994, 68

6%

Fenster sind undicht und weisen Beschlag mit Feuchtigkeit auf

AG Köln

WuM 1981, 283

5%

schlechte Trinkwasserqualität

OLG Köln

NJW 1992, 51

5%

Flecken an der Küchendecke aufgrund Feuchtigkeit

LG München I

Az.: 31 S 17040/84

5%

Kamin im Wohnzimmer in den Monaten Oktober bis Mai nicht benutzbar

LG Karlsruhe

WuM 1987, 382

5%

Kinderspielplatz verfügt nicht über die zugesicherte Sandkiste

LG Freiburg

ZMR 1976, 210

5%

schlecht schließende Fenster sowie eindringendes Wasser bei Kippstellung

LG Berlin

WuM 1982, 184

5%

geringer Lichteinfall und problematische Belüftung aufgrund der Einrüstung des Hauses mit eine Baugerüst

LG Berlin

MM 1994, 396

5%

Dusche funktioniert nur mit Störungen

LG Berlin

MM 1991, 194

5%

Küchenspüle undicht

LG Berlin

GE 1996, 471

5%

Gegensprechanlage und elektronischer Türöffner nicht funktionsfähig

LG Berlin

GE 1992, 159

5%

Küchenherd nicht funktionsfähig

LG Berlin

GE 1981, 673

5%

Dach undicht

AG Nidda

WuM 1982, 170

5%

Fenster sind im Sommer aufgrund schlechten Zustands luftdurchlässig und schwer verschließbar

AG Münster

WuM 1982, 254

5%

Ersatzloser Wegfall des Fahrradkellers

AG Hamburg

WuM 2008, 332

5%

sich lösender Putz und abblätternde Farbe im Treppenhaus

LG Köln

WuM 1990, 17

5%

Hauseingangstür nicht abschließbar

AG Köln

WuM 1978, 126

5%

Waschmaschine im Haus nicht funktionsfähig

AG Köln

WuM 1974, 146

5%

Verwahrlosung von Treppenhaus, Hausfluren und Fahrstuhl

AG Kiel

WuM 1991, 343

5%

Blinde Isolierglasscheiben wegen Beschlag mit Feuchtigkeit

AG Kassel

WuM 1993, 607

5%

Feuchtigkeit im Kellerraum

AG Düren

WuM 1983, 30

5%

Gelegentlicher Rückfluss von Fäkalien in der Toilette

AG Berlin-Schöneberg

GE 1991, 527

5%

Fäkaliengeruch in Bad und Toilette

LG Berlin

WuM 2004, 233

5%

erhebliche Geruchsbelästigung aufgrund einer Metzgerei im Haus

AG Berlin-Pankow-Weißensee

Az.: 3 C 71/03

5%

Zu wenige Schlüssel, in diesem Fall erhielt Ehepaar nur einen Schlüssel zur Tiefgarage

LG Bonn

Az.: 6 S 90/09

5%

Permanente Geruchsbelästigung durch Zigarettenrauch vom Balkon der Nachbarn eines Mehrfamilienhauses

LG Hamburg

Az.: 311 S 92/10

5%

Verschmutzung durch Taubenkot auf Loggia (geschlossener Balkon)

AG München

Az.: AZ 412 C 32850/08

3%

Balkon nicht benutzbar

LG Berlin

MM 1986, Nr. 9, 27

3%

Durchlauferhitzer liefert kein gleichmäßiges warmes Wasser in Bad oder Küche

LG Berlin

GE 1996, 471

3%

Küchenherd und Backofen nicht funktionsfähig

AG München

Az.: 23 C 8930/84

3%

mangels Briefkasten keine Zustellung von Postsendungen möglich

AG Hamburg

WuM 1976, 53

3%

länger andauernder Baulärm von einem Nachbargrundstück

AG Berlin-Tiergarten

GE 1991, 579

3%

nicht ausreichende Wassererwärmung durch den Durchlauferhitzer

AG Köln

Az.: 220 C 152/07

3%

Badewannenabfluss defekt

AG Berlin-Schöneberg

GE 1991, 527

2,95%

Feuchtigkeitsflecken an der Küchendecke

AG Dortmund

DWW 1997, 157

2,50%

Müllschlucker dauerhaft nicht benutzbar

AG Hamburg

WuM 1981, U 13

2%

Verschmutzung des Treppenhauses aufgrund von Bauarbeiten

LG Berlin

MM 1994, 396

2%

Backofen in mit vermieteter Küche defekt

LG Berlin

GE 1992, 1043

1%

starke Verkalkung der Toilette

LG Berlin

WuM 2004, 233

1%

Beleuchtung im Treppenhaus nicht Funktionsfähig

AG Berlin-Schöneberg

GE 1991, 527

0,5 – 1 %

Trübe Isolierglasscheiben

AG Miesbach

WuM 1985, 260

0,50%

Steckdose defekt

AG Berlin-Schöneberg

GE 1991, 527

Entsprechend der Abweichung

Wohnfläche weicht um mehr als 10% ab

BGH

WuM 2007, 441

0%

Mobilfunkanlage (Grenzwerte eingehalten)

LG Hamburg

WuM 2007, 692

0%

einmaliger Wassereintritt im Keller

AG Menden

WuM 2007, 544

0%

Verfärbung des Parketts durch Kondenswasser ist unerhebliche Minderung der Gebrauchsfähigkeit

AG München

Az.: 474 C 2793/12

0%

Lärmbelästigung durch Bauarbeiten auf dem Nachbarsgrundstück

OLG Braunschweig

Az.: 1 U 68/10

0%

Lärmbelästigung durch Discothek, wobei diese bei Vertragsschluss bekannt war

AG Berlin-Spandau

Az.: 4 C 207/08

0%

Kein Recht zur Mietminderung bei Stromsperre durch Versorger und Entfernung der Stromzähler wegen Zahlungsverzuges

BGH

Az.: VIII ZR 113/10

 

 

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